Ratsinformationssystem

Vorlage - 0/0328.02.01  

Betreff: "Alle Kinder unter einem Dach" in Dollbergen
hier: 2. Machbarkeitsstudie
Status:öffentlich  
  Bezüglich:
10/0328.02
Federführend:Eigenbetrieb "Gebäudeservice und Bauhof Uetze" Bearbeiter/-in: Appel, Lilian
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bildung und Soziales Vorberatung
24.09.2015 
Sitzung des Ausschusses für Bildung und Soziales ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Vorberatung
Rat der Gemeinde Uetze Entscheidung
15.10.2015 
Sitzung des Rates der Gemeinde Uetze ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n
Anlagen:
Anlage I - Raumprogramm  
Anlage II - Baubeschreibung  
Anlage III - Kostenvergleich  
Anlage IV - Umbau und Sanierung Grundriss Keller  
Anlage IV - Umbau und Sanierung Grundriss Erdgeschoss  
Anlage IV - Umbau und Sanierung Grundriss Obergeschoss  
Anlage IV - Neubau und Sanierung Variante 1  
Anlage IV - Neubau und Sanierung Variante 2  

Sachverhalt:

Einleitung

Der Eigenbetrieb „Gebäudeservice und Bauhof“ erhielt im Herbst 2012 den Auftrag für die Grundschule „Löwenzahnschule“ in Dollbergen eine Machbarkeitsstudie durchzuführen (siehe V0 10/0328). Der Inhalt dieser Machbarkeitsstudie stellt die Überprüfung der räumlichen Umsetzung des Konzeptes „Alle Kinder unter einem Dach“ in den Gebäuden der Löwenzahnschule dar, d. h. die Zusammenführung der Einrichtungen Grundschule, Kindertagesstätte „Wunderland“ und Kindertagesstätte „Wichtelhaus“ mit der Bildung einer Krippengruppe. Der Verwaltungsausschuss hatte nach der Vorstellung der Ergebnisse der Machbarkeitsstudie in seiner Sitzung am 19.02.2013 beschlossen, dass der Eigenbetrieb beauftragt wird, auf der Basis dieser vorliegenden Machbarkeitsstudie eine Entwurfsplanung (HOAI – LP 1-3) für den Umbau und die Sanierung der Löwenzahnschule durchzuführen. Grundlage für die Entwurfsplanung sollte das in der VO 10/0328.I dargestellte Raumprogramm sein.

 

Im Nachgang hierzu sind nach der Beschlussfassung 3 Anträge zum Erhalt der ehemaligen Schulküche, sowie zur Errichtung einer AGORA mit Bühne und zur Einrichtung eines Dorfcafés  eingegangen, die eine erneute Beratung in den politischen Gremien zur Änderung des Raumprogramms erforderlich gemacht hatte. Ich verweise hierzu auf die Ausführungen in der VO 10/0328.01. Eine Veränderung des Raumprogramms im Sinne der vorliegenden Anträge wurde durch den Verwaltungsausschuss einstimmig abgelehnt.

 

Mit der VO 10/0328.02 wurde vom zuständigen Fachbereich eine Anpassung des Raumprogramms eingebracht, die im Wesentlichen eine zusätzliche Kindergartengruppe und notwendige Veränderungen durch eine vermehrte Inanspruchnahme der Mittagsverpflegung beinhaltete. Die Flächenmehrung aus diesem Raumprogramm 2014 beläuft sich auf rd. 110 m2.

 

Auf der Basis dieses geänderten Raumprogramms wurde durch das beauftragte Architektenbüro LSM eine Aktualisierung der bereits vorliegenden Machbarkeitsstudie durchgeführt. Dabei sollte insbesondere überprüft werden, ob die erforderlichen Anpassungen noch im Bestand sinnvoll umsetzen sind und/oder alternative Möglichkeiten,

z. B. Teilabriss/Anbau zur Umsetzung des Raumprogramms bestehen. Gleichzeitig sollten die verschiedenen Varianten durch eine Kosteneinschätzung unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und architektonischer Aspekte in Vergleich gesetzt werden, um damit eine Entscheidungsgrundlage für die weitere Vorgehensweise zu erhalten. 

 

Ergebnis der 2. Machbarkeitsstudie

Das Ergebnis der 2. Machbarkeitsstudie liegt nunmehr nach zahlreichen Abstimmungsgesprächen mit dem beauftragten Architektenbüro vor und wurde zwischenzeitlich im Hause überprüft und mit den beteiligten Fachbereichen abgestimmt. Dabei wurde unter anderem auch die Kostenhochrechnung unter Berücksichtigung aktueller Kosten aus anderen Projekten (Neubau Kita Familienhaus, Umbau/Sanierung Schulgebäude Eltze) auf Plausibilität überprüft und weiterhin eine Risikobewertung für die einzelnen Varianten im Hinblick auf die Kosten durchgeführt.

 

Alle nunmehr vorliegenden Varianten erfüllen die Anforderungen des 2014 beschlossenen Raumprogramms, ein Flächenvergleich aller 3 Varianten mit den Vorgaben des Raumprogramms ist in der Anlage 1 zur Kenntnisnahme beigefügt. .

 

 

Variante Umbau/Sanierung

 

In der 1. Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2013 konnte das damalige Raumprogramm gerade so im vorhandenen Gebäudebestand umgesetzt werden, wobei insbesondere im Bereich der zukünftigen Kindertagesstätte (eingeschossiger Gebäudeteil) die Funktionalität der künftigen Nutzung aufgrund der vorhandenen Gebäudekubatur nicht optimal gelöst werden konnte.

 

Das in 2014 beschlossene Raumprogramm kann nunmehr nicht im vorhandenen Gebäudebestand umgesetzt werden, so dass zur Umsetzung des Raumprogramms ein Anbau erforderlich wird. Während in der 1. Machbarkeitsstudie der vorhandene Eingangsbereich/Aula noch in seiner bisherigen Nutzung erhalten werden konnte, wird dieser Bereich nunmehr für die Umsetzung des Raumprogramms im Teilbereich der Kindertagesstätte benötigt, so dass für die notwendige Aula nunmehr ein Anbau notwendig wird.

 

Im Bereich des zweigeschossigen Gebäudetraktes (Schulnutzung) gibt es mehrere kleinere, aber keine wesentlichen grundlegenden Veränderungen gegenüber der 1. Machbarkeitsstudie.

 

Die jeweiligen Umbau-und Sanierungsmaßnahmen sind in der als Anlage 2 beigefügten Baubeschreibung dargestellt. Die Sanierung beinhaltet auch die energetische Sanierung des gesamten Gebäudekomplexes (ohne Sporthalle), wobei die energetische Sanierung in den Varianten V1 und V2 „Neubau/Sanierung nur im verbleibenden zweigeschossiges Gebäudetrakt zur Ausführung kommen wird.  

 

Die Funktionalität im Bereich der Kindertagesstätte konnte gegenüber der  1. Machbarkeitsstudie zwar verbessert werden (Mensa, Lage der Krippengruppe), insgesamt sind aber hinsichtlich der Funktionalität immer noch Abstriche gegenüber einer Neubauvariante gegeben.

 

Die Kostenhochrechnung für die Variante beläuft sich auf rd. 5,6 Mio. Euro, wobei aufgrund des gegenwärtigen Planungsstands ein Kostenrisiko von rd. 15% angesetzt wurde, so dass gegenwärtig von einem Volumen von rd. 6,3 bis 6,4 Mio. € auszugehen ist.

 

Varianten V1 + V2  Neubau/Sanierung

 

Beide Varianten sehen den Abriss des vorhandenen eingeschossigen Gebäudetraktes und den Neubau einer 4-Gruppen-Kindertagesstätte inkl. Küche/Mensa sowie den erforderlichen Anbau einer Aula, der in beiden Varianten alternativ dargestellt wird, vor. Hinsichtlich des zweigeschossigen Gebäudetraktes (Schulnutzung) gibt es keine Veränderungen gegenüber der Variante Umbau/Sanierung.

 

Der Abriss des vorhandenen eingeschossigen Gebäudetraktes macht die Errichtung einer neuen Heizzentrale inkl. Technikräumen notwendig, die entweder in einem Kellergeschoss des Neubaus der Kindertagesstätte oder als Anbau an das vorhandene Schulgebäude (ggf. Keller) umgesetzt werden könnte. Welche der Alternativen dann tatsächlich zur Umsetzung kommen könnte, müsste im Rahmen der weiteren Planungen unter Beteiligung der TGA-Planer geprüft und abgestimmt werden. In beiden Varianten ist hierfür ein Raumbedarf von rd. 100 m2 angesetzt und in den jeweiligen Kostenhochrechnungen berücksichtigt worden. 

 

Beide Varianten werden an den bestehenden zweigeschossigen Gebäudetrakt angedockt, wobei in der Variante V1 dieses unmittelbar hinter dem vorhandenen Gebäudetrakt und in der Variante V2 weiter westlich in Richtung der Sportanlage angedacht ist.

 

Beide Varianten erfüllen die Vorgaben des Raumprogramms und zeichnen sich im Bereich der Kindertagesstätte und der Mensa durch eine sehr gute Funktionalität aus.

 

Die Kostenhochrechnung der Architekten für Variante V1 beträgt rd. 5,62 Mio. €, unter Berücksichtigung der durchgeführten Risikobewertung ist von einem Investitionsvolumen von rd. 6,1 bis 6,2 Mio. € auszugehen.  Für die Variante V2 beläuft sich die Kostenhoch-rechnung auf rd. 5,57 Mio. €, unter Einbeziehung der Risikobewertung ergibt sich ein Investitionsvolumen von rd. 6,1 Mio. €. Hinsichtlich der Risikobewertung für diese beiden Varianten wurde das bestehende Kostenrisiko mit rd. 10% angesetzt, da aufgrund des deutlich größeren Neubauanteils das Kostenrisiko hier geringer als in der Variante „Umbau/Sanierung“ einzuschätzen ist.

 

Die Kostenhochrechnung nach DIN 276 für die 3 Varianten inkl. der Risikobewertung ist als Anlage 3 zur Kenntnis beigefügt.

 

 

Umsetzung des Raumprogramms in einem kompletten Neubau  

 

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurde durch die beauftragten Architekten auch die Umsetzung des Raumprogramms 2014 in einem kompletten Neubau (ohne Sporthalle) betrachtet, wobei hierfür keine Vorplanung sondern lediglich eine Kostenhochrechnung erstellt wurde. Die Kostenhochrechnung bei einer ermittelten Bruttogrundfläche (BGF) von 3.110 m2 beträgt ohne Grundstückskosten und Risikobewertung rd. 7,95 Mio. €.   

 

 

Fazit:

 

Unter Berücksichtigung der nunmehr vorliegenden Ergebnisse der Machbarkeitsstudie und der Lebenszykluskosten stellen die Varianten V1 und V 2 „Neubau/Sanierung“ die nachhaltigsten und wirtschaftlichsten Lösungen dar. Weiterhin zeichnen sich beide Varianten durch eine sehr gute Funktionalität für die künftigen Nutzer aus. Beide Varianten haben deutliche Vorteile gegenüber der Variante „Umbau/Sanierung“ im Hinblick auf die Lage, die Zuordnung und Nutzung der erforderlichen Außenspielflächen/Schulhof für die jeweiligen Nutzer, wobei hier die Variante V2 nochmals Vorteile bringt und damit als beste Lösung anzusehen ist. Weiterhin besteht in dieser Variante die Möglichkeit, die derzeit unzureichende Parkplatzsituation auf dem vorhandenen Grundstück deutlich zu verbessern, so dass für die Umsetzung dieses Projektes der Ankauf zusätzlicher Flächen zur Schaffung von Parkplätzen nicht erforderlich ist. .

 

 

 


Beschlussvorschlag:

  Der Ausschuss für Bildung und Soziales/ der Verwaltungsausschuss empfiehlt dem Rat, wie folgt zu beschließen:

 

Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse der 2. Machbarkeitsstudie ist das Projekt „Alle Kinder unter einem Dach – Dollbergen“ auf der Grundlage des Raumprogramms 2014 und der vorliegenden Vorplanung in der Variante V2 „Neubau/Sanierung“ umzusetzen.

 

Der Eigenbetreib „Gebäudeservice und Bauhof“ wird beauftragt, unter Beteiligung des zuständigen Fachbereichs und der künftigen Nutzer eine Entwurfsplanung (Leistungsphase 3 HOAI) inkl. Kostenberechnung nach DIN 276 zu erstellen.

 

 

  

 


Auswirkungen:

Finanzen – siehe Sachverhalt

 

 


Anlagen:

Anlage 1Flächenvergleich

Anlage 2Baubeschreibung

Anlage 3Kostenhochrechnung inkl. Risikobewertung

Anlage 4Darstellung der Varianten (Vorplanung)    

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage I - Raumprogramm (1417 KB)      
Anlage 2 2 Anlage II - Baubeschreibung (55 KB)      
Anlage 3 3 Anlage III - Kostenvergleich (718 KB)      
Anlage 4 4 Anlage IV - Umbau und Sanierung Grundriss Keller (226 KB)      
Anlage 5 5 Anlage IV - Umbau und Sanierung Grundriss Erdgeschoss (1786 KB)      
Anlage 6 6 Anlage IV - Umbau und Sanierung Grundriss Obergeschoss (181 KB)      
Anlage 7 7 Anlage IV - Neubau und Sanierung Variante 1 (352 KB)      
Anlage 8 8 Anlage IV - Neubau und Sanierung Variante 2 (1484 KB)      
Stammbaum:
    Gebäudeservice   Beschlussvorlage
10/0328.02   "Alle unter einem Dach" in Dollbergen - Hier: Anpassung des Raumprogramms   Verwaltungsvorstand   Beschlussvorlage
0/0328.02.01   "Alle Kinder unter einem Dach" in Dollbergen hier: 2. Machbarkeitsstudie   Eigenbetrieb "Gebäudeservice und Bauhof Uetze"   Beschlussvorlage
0/0328.02.02   "Alle Kinder unter einem Dach" in Dollbergen Hier: Anpassung des Raumprogramms   Eigenbetrieb "Gebäudeservice und Bauhof Uetze"   Beschlussvorlage