Baumfällgenehmigung Erteilung

Allgemeine Informationen

Die Gemeinde Uetze hat keine Baumschutzsatzung. Daher sind Baumfällungen auf Privatgrundstücken in der Regel genehmigungsfrei, jedoch gibt es Ausnahmen!

Der jeweils gültige Bebauungsplan kann beispielsweise den Erhalt von Einzelbäumen auf Privatgrundstücken festsetzen. Dies ist vor jeder Baumfällung zu prüfen.

Im Bereich des Spreewaldseengebietes (B-Plan Nr. 14a „Spreewaldseen“) sind alle Bäume und Sträucher im Spreewaldseengebiet zu erhalten. Dies bezieht sich auf den gewachsenen und bereits vor Bebauung des Gebietes dort vorhandenen Bestand an Großbäumen (Eichen, Buchen, Birken u.a.) sowie heimischen Großsträuchern. Eine Fällgenehmigung kann nach Prüfung gemäß dem Vorgehen für festgesetzte Bäume erteilt werden.

An wen muss ich mich wenden?

Wenn Sie wissen möchten, ob auf Ihrem Grundstück ein Baum als zu erhalten festgesetzt ist, prüfen Sie bitte zunächst den für Sie gültigen Bebauungsplan.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die zuständige Stelle.

Mein Baum ist nicht im Bebauungsplan festgesetzt und steht nicht im Spreewaldseengebiet – wann darf ich fällen und was ist sonst zu beachten?

Die Gemeinde Uetze benötigt keinen Fällantrag und der Zeitpunkt der Fällung steht Ihnen frei. Es sind jedoch die Vorschriften des Bundesnaturschutzgesetzes zu befolgen.

Mein Baum ist im Bebauungsplan festgesetzt oder steht im Spreewaldseengebiet – was ist zu tun?

Festgesetze Bäume dürfen in der Regel nur gefällt werden, wenn sie biologisch abgängig, d.h. krank sind. Am besten kann man den Einzelfall bei einem gemeinsamen Ortstermin begutachten. Die Gemeinde benötigt in jedem Fall einen Fällantrag, den sie weiter unten auf dieser Seite finden. Nach Prüfung erhalten Sie bei Erfüllung der Kriterien einen Genehmigungsbescheid, der auch Vorschriften für eine entsprechende Nachpflanzung enthält. Es gelten auch hier die Anforderungen des Bundesnaturschutzgesetzes.

Vorschriften des Bundesnaturschutzgesetzes

Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet in §39 Nr. 5 Abs. 2: „Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden, auf den Stock zu setzen oder zu beseitigen“. Dieses Fäll- und Schnittverbot vom 01.03. bis zum 30.09. eines Jahres gilt zwar nicht für Gärten auf Privatgrundstücken, dennoch sollten Sie aus Rücksicht auf die Tierwelt Fällarbeiten möglichst bis zum Ende des Winters abgeschlossen haben. Unabhängig davon gilt zu jeder Jahreszeit der allgemeine Artenschutz: Sofern sich beispielsweise bewohnte Höhlen, Nester, Fledermäuse oder ähnliches im oder am Baum befinden, darf dieser nicht gefällt werden. Zuwiderhandlungen sind strafbar.

Baumfällung in der freien Landschaft

Bei Bäumen, Hecken, Büschen und Gehölzen  in der freien Landschaft gelten immer die Verbote des Bundesnaturschutzgesetzes, das heißt das Fäll- und Schnittverbot während der Brut- und Setzzeiten (01.03. – 30.09.). Befindet sich der Baum außerdem im Landschaftsschutzgebiet, muss die untere Naturschutzbehörde der Maßnahme zustimmen.

Welche Gebühren fallen an?

Es fallen ggf. Gebühren an. Wenden Sie sich bitte an die zuständige Stelle.

Rechtsgrundlage
  • Vorschriften im Bebauungsplan
  • Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz - BNatSchG):
  • Verordnung über das jeweilige Landschaftsschutzgebiet
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